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Informationen zu Depressionen

Zusatzsymptome

Konzentrationsstörungen:

Häufig fällt es schwer, mit den Gedanken bei einer Tätigkeit oder einer Aufgabe zu bleiben. Das Gedächtnis ist manchmal wie das sprichwörtliche "Sieb" und die Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt häufig eingeschränkt.

Mangelndes Selbstwertgefühl, -vertrauen:

Ein depressiv erkrankter Mensch erlebt nicht nur seine Umgebung dunkel und grau, er sieht sich häufig auch selbst durch die negative Brille. Er empfindet sich als wertlos und oft als Belastung für sein Umfeld. Auch vergangene Leistungen oder Fähigkeiten werden als sinn- oder nutzlos abgewertet.

Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit:

Einhergehend mit mangelnden Selbstwertgefühlen neigen depressive Menschen dazu, sich Fehler und Versäumnisse vorzuwerfen – und sich dafür im Sinne eines Schuldigen verantwortlich zu fühlen. Depressive Denkinhalte umfassen oft Themen, wie z.B. Schuld, Sünde, Schmutz, Armut und können sich manchmal bis hin zum Wahn steigern: die Angst um das Seelenheil oder den Besitz sowie die Neigung des depressiv Erkrankten, sich in seiner Nutz- und Wertlosigkeit selbst die Schuld dafür zu geben.

Pessimistische Zukunftsperspektive:

Entsprechend der negativen Selbst- und Weltsicht, die der depressive Mensch hat, sieht er auch seine Zukunft als hoffnungs- und aussichtslos. Jeder neue Tag wird als weitere Belastung erlebt, dazu können sich Ängste vor allem und jedem gesellen.

Lebensüberdruss, Selbsttötung:

Wenn die quälenden Gedanken der Sinnlosigkeit und der inneren Leere einen immer größer werdenden Raum einnehmen, kann sich das Gefühl des Lebensüberdrusses ausbreiten. Oft erscheint der eigene Tod als einziger Weg aus dem Tal der dunklen Gefühle. An die Gleichgültigkeit des eigenen Lebens/Seins können sich konkrete Gedanken zur Durchführung einer Selbsttötung anschließen und werden als Erlösung von der Qual angesehen. Von den ersten Gedanken an den Freitod bis zum Selbsttötungsversuch können in Einzelfällen nur wenige Stunden vergehen, häufiger jedoch kreisen diese Gedanken wochen- bis monatelang im Kopf eines depressiven Menschen.

Bei ersten Hinweisen einer Selbsttötungsabsicht muß sofort ein Arzt oder eine Klinik aufgesucht werden!

Schlafstörungen:

Zu den ersten und häufigsten Symptomen einer Depression gehören Nichtein- oder -durchschlafen können. Morgendliches Früherwachen zwischen 3 und 5 Uhr und vor lauter Gedankenkreisen und Grübeln nicht mehr einschlafen zu können, ist typisch. Nach dem morgendlichen Aufstehen liegt nicht eine erholsamen Nacht hinter dem Depressiven, sondern er fühlt sich schlapp, kraftlos, fahrig und erschöpft. Trotz einer enormen Müdigkeit am Abend, kann sich diese Ein- und Durchschlafstörungen sowie frühmorgendliches Erwachen mit quälenden Grübeleien Nacht für Nacht wiederholen.

Appetitverminderung:

Gewichtsverluste treten relativ häufig bei depressiven Patienten auf und sind das Resultat aus mangelndem Appetit. Das Essen schmeckt einfach nicht mehr und der Depressive muß sich regelrecht zum Essen zwingen.

Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr

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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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