Nicht immer findet der Betroffene für sich eine plausible Erklärung, weshalb er an einer Depression erkrankt ist. Folgende Ursachen werden heute in der modernen Medizin für die Entstehung von Depressionen diskutiert.
In zahlreichen Studien konnte belegt werden, dass sich bei Verwandten ersten Grades familiäre Häufungen zeigen. Bei einem kranken Elternteil beträgt das Erkrankungsrisiko der Kinder zwischen 10% und 20%, sind beide Eltern betroffen, so steigt das Risiko auf bis zu 60% an.
Bei einer saisonalen Depression treten die Symptome ausschließlich im Herbst und Winter auf (Lichtentzug). In Deutschland leiden etwa 800.000 Menschen an der sog. saisonalen Depression. Diese Depression macht sich vor allem durch Antriebsverlust, Freudlosigkeit und eine niedergedrückte Stimmung bemerkbar. Im Gegensatz zur klassischen Depression leiden die Betroffenen aber auch noch unter einem starken Schlafbedürfnis und verstärktem Heißhunger.
Verschiedene chronische Erkrankungen können als Folge Depressionen hervorrufen. Dazu zählen z.B. Morbus Parkinson, Schlaganfall, Epilepsie, Herzinfarkt, Krebserkrankungen und Diabetes. Auch hormonelle Ursachen, wie sie bei Schilddrüsenfunktionsstörungen vorliegen, können Auslöser von Depressionen sein.
Einige Arzneimittel (z.B. Glukocorticoide oder Neuroleptika) können als unerwünschte Wirkung Depressionen verusachen. Es ist daher für die Ursachenabklärung wichtig, dass der Patient bereits beim ersten Gespräch mit dem Arzt alle zur Zeit eingenommenen Medikamente benennt. Eine Arzneimittelumstellung auf ein anderes Präparat kann in bestimmten Fällen die Depressionssymptomatik zum Abklingen bringen.
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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