KÖLN (MedCon) - Altersdepressionen sind gar nicht so selten, wie viele Nicht-Betroffene noch immer meinen. Dennoch werden viele Senioren nicht oder nur schlecht dagegen behandelt. Dabei könnte eine Therapie mit modernen Antidepressiva Rückfälle vermeiden helfen und eine bessere Lebensqualität den Betroffenen schenken. Ähnliches gilt übrigens auch für regelmäßige Psychotherapie-Sitzungen.
Dr. Charles F. Reynolds III von der University of Pittsburgh School of Medicine und seine Kollegen untersuchten 116 über 70-Jährige, die entweder täglich ein Antidepressivum oder ein Placebo erhielten - kombiniert ohne Psychotherapie oder mit monatlichen Therapiesitzungen bzw. Betreuerbesuchen.
Wie die Forscher im renommierten New England Journal of Medicine (NEJM) berichten, kam es bei denen, die Placebo mit Psychotherapie oder Besuchen erhielten, zu 68 Prozent bzw. 50 Prozent Rückfällen. Dagegen lag die Rückfallquote der Antidepressiva-Einnehmenden bei 36 Prozent. Betreuer, Ärzte und Angehörige von alten Menschen sollten, so fordern Reynolds und sein Team, stets ein Auge auf depressive Verstimmungen haben und sie rechtzeitig der Behandlung zuführen.
Quelle: NEJM 11 Vol 354:1189-1190 March 16, 2006
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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