OSLO/LONDON (MedCon) – Einer neuen Studie zufolge existiert ein Zusammenhang zwischen dem Rauchen und Ängsten bzw. Depressionen, wie auch mit Ängsten alleine. Menschen jedoch, die depressiv sind, aber nicht an Ängsten leiden, rauchen genauso viel wie alle anderen Raucher. Zu diesen Erkenntnissen gelangte eine Forschungskooperation des Norwegischen Instituts für Öffentliche Gesundheit, der Universität von Bergen und des King’s College in London.
Rund 60.000 Menschen im Alter von 20 bis 89 Jahren nahmen an der Untersuchung teil. Alle Personen wurden auf Depressionen und Angsterkrankungen hin untersucht. Als Raucher wurden diejenigen definiert, die täglich zu Zigaretten, Zigarren oder zur Pfeife griffen.
Insgesamt gaben 29 Prozent der Studienteilnehmer an zu rauchen. Ebenso viele sagten, sie hätten mit dem Rauchen aufgehört und 42 Prozent hatten früher einmal geraucht.
Den Untersuchungen zufolge litten 9,6 Prozent der Studienteilnehmer an Depressionen, 9,6 Prozent an Angsterkrankungen und 5,9 Prozent hatten beides.
Die Verbindung zwischen dem Rauchen und Angst bzw. Depressionen war besonders bei Frauen und bei jungen Leuten stark ausgeprägt.
Dr. Arnstein Mykletun, Erstautor der Studie in European Psychiatry, erklärte, dass die Studie den stärksten Zusammenhang mit dem Rauchen aufzeigte, wenn eine Person sowohl depressiv war als auch an Ängsten litt. Am zweitstärksten war der Zusammenhang, wenn nur eine Angsterkrankung vorlag. Bei Personen, die ausschließlich an Depressionen litten, existierte nur ein verschwindend kleiner Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Krankheit.
Depressionen und Angsterkrankungen wurden nicht weniger, nachdem das Rauchen aufgegeben wurde.
Quelle: Eur Psychiatry. 2008 Mar;23(2):77-84
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Letzte Änderung: 28.03.2008, 13:46 Uhr
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Stand: 28.03.2008, 13:46 Uhr
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