HAMBURG (MedCon) – Der Erfolg einer Psychotherapie gegen Depressionen hängt wesentlich von der Informiertheit des Patienten ab. Das ergab jetzt eine Umfrage der Technischen Universität Dresden unter 442 Lesern des Magazins „stern – Gesund Leben“. Alle Befragten zwischen 17 und 83 Jahren hatten mit einer Depressionstherapie bereits Bekanntschaft gemacht.
Ein Ergebnis: Gut informierten Patienten ging es am Ende der Therapie deutlich besser als den anderen, sie hielten die Behandlung auch besser durch. 62 Prozent all derjenigen, denen der Therapeut ausführlich erklärt hatte, woran sie leiden und was man dagegen tun kann, erklärten, die Behandlung habe ihnen sehr geholfen.
Vorteilhaft für eine erfolgreiche Therapie wirken sich – so der klinische Psychologe Prof. Hans-Ulrich Wittchen – offensichtlich „Hausaufgaben“ aus, die der Therapeut dem Patienten für die Zeit zwischen den Sitzungen gibt. 67 Prozent der Depressionspatienten fanden diese Anweisungen für zuhause hilfreich. Bei den Methoden schnitten die psychoanalytische Behandlung (64 Prozent) und die Verhaltenstherapie (58 Prozent) in der Meinung der Therapieerfahrenen am besten ab.
Keine große Rolle für den Erfolg der Therapie spielte dagegen, ob ein Betroffener durch einen Psychologen oder Facharzt behandelt wurde. „Man sieht, dass die Qualität von Psychotherapie für die Menschen ein wichtiges Thema ist“, kommentierte Wittchen. „Die wesentliche Variable ist dabei die Frage: ’Kümmert sich der Therapeut wirklich um mich?‘“
Quelle: stern Gesund Leben 4/2005
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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URL: http://www.depressionen-verstehen.de/service/aktuelles/antidepressive_therapie/2005-08-18/
Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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