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Informationen zu Depressionen

Patienten mit Depressionen profitieren von Familientherapie

LEUVEN (MedCon) – Patienten, die an schweren Depressionen leiden und deshalb in einer Klinik stationär behandelt werden, profitieren einer neuen Studie zufolge von einer Familientherapie. Ein positiver Nebeneffekt dieser Therapieform ist zudem, dass Partner und Angehörige den Fortschritt der Patienten besser miterleben können.

Therapiemaßnahmen, die die Familie mit einbeziehen, sind für die Behandlung von Depressionen schon recht gut erforscht worden – allerdings nur selten mit Patienten, die stationär behandelt wurden. Diesen Mangel wollten Dr. Gilbert M.D. Lemmens und seine Kollegen beheben.

Therapie in Einzel- und Gruppensitzungen

In ihrer Studie untersuchten die Forscher von der Psychiatrischen Klinik der Katholischen Universität Leuven, welchen Nutzen eine ergänzende Familientherapie bei diesen Patienten hat. Sie erforschten zum einen eine Therapie, bei der Patient und seine Familie Einzelsitzungen besuchten und zum anderen eine Gruppentherapie an der mehrere Patienten mit ihren Familien teilnahmen.

Die 83 Patienten erhielten entweder:

- weiterhin die normale stationäre Versorgung oder
- die normale Versorgung kombiniert mit einer Familien-Einzeltherapie oder
- die normale Versorgung kombiniert mit einer Familien-Gruppentherapie.

Nach jeweils drei und 15 Monaten wurden die Patienten untersucht, um festzustellen, ob die Therapien Wirkung zeigten.

Familientherapie tut auch Angehörigen gut

Tatsächlich stellte sich heraus, dass es den Patienten, die eine zusätzliche Familientherapie erhielten – egal ob Einzel- oder Gruppensitzungen – besser ergingen als denjenigen, die weiterhin nur die normale stationäre Versorgung erhielten. Ehe- und Lebenspartner, die an den Familiensitzungen teilnahmen, nahmen deutlich häufiger und schneller Fortschritte im emotionalen Wohlbefinden der Patienten wahr, verglichen mit den Angehörigen denjenigen in normaler stationärer Versorgung.

Quelle: Erstellt fon MedCon aus: Psychotherapy and Psychosomatics, Vol. 78, No. 2, März 2009; The Effects on Mood of Adjunctive Single-Family and Multi-Family Group Therapy in the Treatment of Hospitalized Patients with Major Depression: A 15-Month Follow-Up Study; Gilbert M.D. Lemmens, Ivan Eisler, Ann Buysse, Els Heene, Koen Demyttenaere

 

 

Letzte Änderung: 08.05.2009, 13:11 Uhr

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Stand: 08.05.2009, 13:11 Uhr
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