WELLINGTON (BIERMANN) – Verheiratet zu sein ist für Männer und Frauen ein guter Schutz vor Depressionen und anderen psychischen Störungen wie beispielsweise Abhängigkeitserkrankungen. Zu diesem Schluss kommen neuseeländische Wissenschaftler in der Zeitschrift Psychological Medicine.
Sie hatten die geschlechtsspezifischen Auswirkungen des Ehelebens auf die psychische Gesundheit anhand von 34.493 Befragungen in 15 Ländern der Erde, die die WHO durchgeführt hatte, analysiert.
Dabei zeigte sich, dass verheiratet zu sein (im Gegensatz zu niemals verheiratet zu sein) für Männer und Frauen ein verringertes Risiko für die meisten psychischen Erkrankungen bedeutete. Als Schutz vor Depressionen profitierten vor allem Männer vom Eheleben.
Allerdings erhöhte eine vor kurzem geschlossene Ehe – im Gegensatz zu langen Ehen – bei beiden Geschlechtern das Risiko für psychische Störungen. Dies galt für Frauen eher als für Männer, die jedoch eher zu Depressionen neigten.
„Die beobachteten Unterschiede zwischen Männern und Frauen könnten mit der Rollenverteilung in der Ehe, insbesondere wenn Kinder da sind, zusammenhängen“, schlussfolgern die Autoren aus ihren Ergebnissen.
Quelle: Psychol Med. 2009 Nov 26:1-11. [Epub ahead of print]. Gender and the relationship between marital status and first onset of mood, anxiety and substance use disorders. Scott KM, Wells JE, Angermeyer M, Brugha TS, Bromet E, Demyttenaere K, de Girolamo G, Gureje O, Haro JM, Jin R, Karam AN, Kovess V, Lara C, Levinson D, Ormel J, Posada-Villa J, Sampson N, Takeshima T, Zhang M, Kessler RC.
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Letzte Änderung: 07.12.2009, 10:29 Uhr
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Stand: 07.12.2009, 10:29 Uhr
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