DALLAS (Biermann) – Viele Ärzte gehen davon aus, dass Depressionen Hand in Hand mit Gedächtnisproblemen oder Konzentrationsschwierigkeiten gehen. Doch eine aktuelle Übersichtsarbeit des UT Southwestern Medical Center zeigt, dass Depressionen nicht immer zu solchen Beeinträchtigungen führen.
Die Autoren überprüften 35 Studien, die zwischen 1991 und 2007 veröffentlicht wurden und in denen die Verbindung zwischen Depressionsschwere und kognitiven Beeinträchtigungen untersucht wurde. Die untersuchten Aspekte waren geistige Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprachfähigkeiten und ausführende Funktionen.
„Die Studien kamen zu recht unterschiedlichen Ergebnissen", sagte Dr. Shawn McClintock, federführender Autor der Arbeit. "Einige deuteten auf kognitive Schwierigkeiten hin, andere nicht."
Am häufigsten wurde ein Zusammenhang zwischen Depressionen und der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit gefunden. Die Verbindung zu den anderen untersuchten kognitiven Aspekten war weniger klar. Ein Teil der vorgefundenen Variabilität in der Literatur könnte auf uneinheitliche Mess- und Diagnosemethoden für Depressionen in den Studien zurückzuführen sein, so die Autoren um McClintock
Neuropsychology. 2010 Jan;24(1):9-34. Association between depression severity and neurocognitive function in major depressive disorder: a review and synthesis. McClintock SM, Husain MM, Greer TL, Cullum CM.
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Letzte Änderung: 12.03.2010, 13:04 Uhr
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Stand: 12.03.2010, 13:04 Uhr
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