KÖLN (MedCon) – Die Hoffnung ist groß bei Depressions-betroffenen Frauen, die schwanger sind: Mit der Vorfreude auf das Kind bessert sich vielleicht auch die Stimmungslage. Das aber ist ein Trugschluss, hat jetzt eine amerikanische Studie gezeigt.
Die Mediziner um L.S. Cohen vom Massachusetts General Hospital untersuchten 201 werdende Mütter mit endogenen Depressionen, die behandelt worden waren und sich in einer stabilen Phase befanden. Im Verlauf der Schwangerschaft kam es jedoch bei 43 Prozent zu einem Rückfall (Rezidiv), wobei die Rezidivrate bei Frauen, die wegen der Sorge um das Ungeborene die Antidepressiva-Therapie abgesetzt hatten, mit 68 Prozent deutlich höher lag als bei denjenigen, die ihre Medikation kontrolliert und in Abstimmung mit dem Arzt weiter genommen hatten.
Schwangere mit Depressionen, so die Empfehlung der Forscher, sollten mit ihrem Gynäkologen und Psychiater jeweils individuell das Absetzen oder Fortführen der Medikamententherapie beraten und auf keinen Fall eigenmächtig die Behandlung abbrechen.
Quelle: JAMA 2006, 295: 499-507
![zurück zum Seitenanfang [link]](skin_img/skin_contentSiteInfo-backToTop-arrow.gif)
Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
produced by GPM mbH
URL: http://www.depressionen-verstehen.de/service/aktuelles/frauen/2006-05-05/
Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
© 2012 Merz. Alle Rechte vorbehalten.