KÖLN (MedCon) - Eine erfolgreiche antidepressive Therapie bei Müttern hilft nicht nur den Frauen und schützt sie vor Rückfällen, sondern ist meist auch für den Nachwuchs segensreich. Das haben jetzt amerikanische Forscher herausgefunden.
Schon länger ist bekannt, dass Kinder von psychisch kranken Eltern selbst stärker zu Angststörungen, Depressionen und Verhaltensauffälligkeiten neigen. Daher beobachteten Dr. Myrna M. Weissman und Kollegen von der Columbia University und dem New York State Psychiatric Institute, New York, 114 Mutter-Kind-Paare, bei denen die Mütter wegen einer Depression medikamentös behandelt wurden. Mütter wie Kinder (im Alter von 7 bis 17 Jahren) wurden vor Therapiebeginn und drei Monate nach Ende der Behandlung mittels psychiatrischen Fragebögen und Tests untersucht.
Bei insgesamt 38 Frauen ging die Depression zurück. Zwölf von ihnen hatten Sprösslinge, bei denen in der Voruntersuchung eine psychische Störung diagnostiziert worden war. Nach drei Monaten erfolgreicher Therapie der Mütter waren nur noch acht Kinder psychisch auffällig. Schlug die Therapie bei den Müttern nicht an, wurde auch keine Verbesserung beim Nachwuchs beobachtet - im Gegenteil.
Zudem traten bei acht Kindern der Mütter, deren Depression nicht zurückging, in den drei Behandlungsmonaten erstmals psychische Störungen auf.
Quelle: JAMA 2006; 295: 1389
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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