ROCHESTER (MedCon) - Werdende Mütter, die sehr ängstlich sind oder Depressionen haben, bringen häufiger Kinder zur Welt, die im Säuglings- und Kleinkindalter Schlafprobleme bekommen, berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Early Human Development.
Ein gesunder Schlaf gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen einer optimalen gesundheitlichen Entwicklung und spielt eine kritische Rolle in der Festigung von Erinnerungen und Lernprozessen und bei der Regulation von Stoffwechsel, Appetit, Stimmung und Immunfunktionen.
"Wir wissen schon lange, wie lebenswichtig der Schlaf für das gesunde Wachstum von Kindern ist, doch es herrschte Unklarheit über die Ursprünge eventueller Probleme. Jetzt haben wir Beweise dafür, dass die Schlafprobleme schon früh festgelegt werden, sogar schon vor der Geburt", sagte Studienleiter Thomas O'Connor von der University of Rochester.
Mehr als 14 000 werdende Mütter füllten zu verschiedenen Zeitpunkten der Schwangerschaft Fragebögen zu Angstgefühlen und Depressionssymptomen aus. Später berichteten die Mütter dann von den Schlafgewohnheiten ihrer Kinder.
Es stellte sich heraus, dass die Babys von Müttern, die während der Schwangerschaft depressiv oder ängstlich gewesen waren, genau so lange schliefen wie ihre nicht betroffenen Altersgenossen - und zwar durchschnittlich zwölf Stunden.
Allerdings war ihr Schlaf deutlich weniger friedlich: sie weigerten sich, einzuschlafen, wachten morgens in aller Frühe auf und wälzten sich nachts immer wieder in ihrem Bettchen. Mit etwa 30 Monaten gaben sich bei den meisten Kindern diese Probleme jedoch.
Wenn werdende Mütter in Sorge seien, ihre eigenen Stimmungsschwankungen könnten ihrem Kind schaden, sollten sie eine psychologische Behandlung in Betracht ziehen, rät O'Connor.
Quelle:
Early Human Development, Jul 2007; 83, (7): 451-458
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Letzte Änderung: 31.01.2008, 17:55 Uhr
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Stand: 31.01.2008, 17:55 Uhr
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