NEW ORLEANS (MedCon) – Depressionen gehören zu den Risikofaktoren von Herzkreislauferkrankungen. Nun kamen amerikanische Forscher über eine Zwillingsstudie dem Mechanismus auf die Spur: Beides könnte durch eine Fehlfunktion im vegetativen Nervensystem hervorgerufen werden, berichteten jetzt Prof. Dr. Viola Vaccarino von der Emory-Universität in Atlanta und ihre Kollegen auf der Tagung der American Academy of Cardiology.
Dazu untersuchten sie 50 männliche Zwillingspaare im Alter von 47 bis 57 Jahren, die anfangs keine Symptome für koronare Herzkrankheiten zeigten, und zeichneten zudem durch Tests frühere schwere Depressionen und Symptome akuter klinischer Depressionen auf. Per 24-Stunden-EKG wurden die Herzwerte eines jeden Studienteilnehmers ermittelt. Dabei zeigte sich, dass Zwillinge mit aktuellen Anzeichen für Depressionen im Gegensatz zu ihren nicht depressiven Geschwistern eine verminderte Herzfrequenz-Variablität (HRV) – ein Indiz für die Aktivität des vegetativen Nervensystems – hatten (dieser Teil des Nervensystems steuert wesentliche Körperfunktionen, darunter auch das Herz).
Eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems, so Vaccarino auf der Tagung in New Orleans, wie sie sich in einer verringerten HRV widerspiegelt, könne ohne weiteres das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Tod steigern. Sie glaubt, damit die entscheidende Verbindung zwischen Depressionen und Herzerkrankungen gefunden zu haben.
Quelle: American Academy of Cardiology, 8.3.2004
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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