Dr. Jeniffer L. Melville und Kollegen von der University of Washington School of Medicine in Seattle analysierten per Fragebögen die Daten von 3536 Frauen hinsichtlich einer möglichen Verbindung zwischen Harninkontinenz und gesteigertem Depressionsrisiko.
Inkontinent waren insgesamt 42 Prozent der Frauen (28 Prozent der etwa 30-Jährigen, aber 55 Prozent der Frauen nach der Menopause).
Schwerere Depressionen kamen bei insgesamt 3,7 Prozent (6,1 Prozent bei inkontinenten und 2,2 Prozent bei kontinenten Frauen) vor. Diese Rate stieg allerdings mit dem Grad der Inkontinenz (2,1 Prozent bei leichter, 5,7 Prozent bei moderater und 8,3 Prozent bei schwerer Inkontinenz). Und: Lebensqualität und Alltagsaktivitäten waren bei inkontinenten Frauen mit Depressionen stärker eingeschränkt als bei Inkontinenz alleine.
Basierend auf diesen Studienergebnissen raten die Autoren in einer gynäkologischen Fachzeitschrift dazu, dass inkontinente Frauen regelmäßig auf Depressionen untersucht und bei entsprechender Diagnose adäquat therapiert werden sollten.
Quelle: Obstet Gynecol; 2005, 106: 585-592
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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