KÖLN (MedCon) — Abspecken hilft anscheinend auch, Depressionen vorzubeugen. Darauf deuten jetzt Forschungsergebnisse amerikanischer Wissenschaftler hin, die einen signifikanten Zusammenhang zwischen Depressionssymptomen und Bluthochdruck (Hypertonie) und Fettleibigkeit ermittelten. Das extreme Übergewicht scheint dabei eine Art Vermittlerrolle einzunehmen.
Schön länger werden psychische Faktoren mit Hypertonie und koronarer Herzkrankheit in Zusammenhang gebracht. Dr. Azad Alamgir Kabir und Kollegen vom Louisiana State University Health Science Center in Shreveport untersuchten 1017 Menschen im Alter von zwölf bis 62 Jahren aus 561 Familien, die an der so genannten Bogalusa Heart Study teilnehmen (60 Prozent Weiße, 52 Prozent weibliche Probanden). Die Probanden waren übergewichtig, aber nicht fettleibig. Rund ein Drittel hatte mutmaßlich eine Depression, 13,4 Prozent litten unter hohem Blutdruck.
Im American Journal of Hypertension berichten die Forscher, dass Depressionssymptome mit Hypertonie indirekt über einen Zusammenhang mit einem höherem Körpergewicht sowohl bei Weißen als auch bei Afroamerikanern assoziiert waren.
Da depressive Menschen eher übergewichtig sind, sollten Depressionssymptome in der Allgemeinbevölkerung mit besonderer Aufmerksamkeit angegangen werden, raten die Autoren und fordern, eine Methode bzw. ein Programm zu entwickeln, das Depressionstherapie und wirksame Gewichtsreduktion einschließt und folglich auch zur Vorbeugung von Bluthochdruck nützlich sei.
Quelle: Am J Hypertens 2006;19:639-645.
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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