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Depressionssymptome können Anzeichen für koronare Herzkrankheit sein

KÖLN (MedCon) – Depressionssymptome – besonders diejenigen körperlicher Natur wie Müdigkeit und Appetitlosigkeit – könnten Hinweis auf eine beginnende koronare Herzkrankheit sein, berichten Forscher in der Februar-Ausgabe von Archives of General Psychiatry.

Von koronarer Herzkrankheit spricht man, wenn die Gefäße, die Blut zum Herzen transportieren, sich durch Ablagerungen und Verdickung der Gefäßwände verengen. So ist die ausreichende Versorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff nicht mehr gewährleistet.

Dr. Jesse C. Stewart und seine Kollegen an der University of Pittsburgh School of Medicine untersuchten 324 durchschnittlich 60,6 Jahre alte Männer und Frauen. Fünf Monate lang testeten sie regelmäßig auf Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie hohen Blutdruck oder hohe Cholesterinwerte und bestimmten die Dicke der Herzkranzgefäße mittels Ultraschall. Außerdem füllten die Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen Fragebögen aus, die aufzeigen sollten, wie stark bei ihnen Depressionsgefühle, Angst, Feindseligkeit und Ärger ausgeprägt waren. Die medizinischen Untersuchungen wurden drei Jahre später wiederholt.

Ergebnis: Je mehr Depressionssymptome eine Testperson zeigte, desto dicker waren die Wände der Herzkranzgefäße in den drei Jahren geworden. Angstgefühle, Ärger und eine Tendenz zur Feindseligkeit hatten dagegen keinen Einfluss auf die Wandstärke.

Diese Ergebnisse deuten an, dass Depressionen an der Entstehung und am Fortschreiten von Arterienverkalkung beteiligt sein könnten, schreiben die Autoren. Um herauszufinden, wie vor allem körperliche Depressionssymptome zur Entstehung der koronaren Herzkrankheit beitragen, seien weitere Forschungen nötig.

Quelle:
Erstellt von MedCon aus Arch Gen Psychiatry. 2007 Feb;64(2):225-33

Letzte Änderung: 31.01.2008, 18:02 Uhr

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Stand: 31.01.2008, 18:02 Uhr
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