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Falsche Fettsäuren erhöhen Depressionsrisiko

COLUMBUS (MedCon) – Eine neue Studie zeigt, dass Menschen, deren Ernährung deutlich mehr von einer bestimmten ungesättigten Fettsäure enthält, ein größeres Risiko für Depressionen und bestimmte Entzündungskrankheiten haben.

Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren sollten mit der Nahrung in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander aufgenommen werden, schreiben Forscher der Ohio State University in Columbus in der Fachzeitschrift Psychosomatic Medicine. Doch in der typischen westlichen Ernährung kämen zwanzigmal mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren vor. Dieses Verhältnis müsse unbedingt auf vier zu eins oder sogar zwei zu eins gesenkt werden.

Das Verhältnis muss stimmen

Prof. Jan Kiecolt-Glaser und sein Team untersuchten eine Gruppe von 43 Männern und Frauen mittleren Alters. Blutproben der Studienteilnehmer wurden auf verschiedene Entzündungsstoffe ü wie Interleukin-6 oder Tumornekrosefaktor Alpha – und das Fettsäureverhältnis getestet. Außerdem füllten die Testpersonen einen Fragebogen aus, mit dem die Forscher eventuell vorhandene Depressionen einschätzen konnten.

Es zeigte sich, dass Teilnehmer, die deutlich mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren im Blut hatten, mehr Depressionssymptome zeigten und eine deutlich höhere Konzentration an Entzündungsstoffen im Blut aufwiesen.

Die Ursachen dieses Effekts seien noch unklar, erklärte Kiecolt-Glaser, doch „depressive Menschen essen ungesünder, und es könnte auch sein, dass Depressionen irgendwie die Weise beeinflussen, wie die Nahrung im Körper verwertet wird.“

Quelle:
Psychosom Med. 2007 Apr;69(3):217-24

Letzte Änderung: 31.01.2008, 18:00 Uhr

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