NEW HAVEN (MedCon) – Depressionen scheinen sich mehr auf die Arbeitsleistung und Produktivität auszuwirken, als dass sie für Fehltage am Arbeitsplatz sorgen, berichten Forscher in der Mai-Ausgabe der American Journal of Psychiatry.
„Die Ergebnisse unserer Studie legen nahe, dass Depressionen in einem erheblichen und andauernden Zusammenhang mit verminderter Produktivität am Arbeitsplatz stehen, ein Einfluss der leicht unterschätzt wird, wenn man sich nur die Fehlzeiten eines Arbeitnehmers anschaut“, sagte Dr. Benjamin Druss von der Yale School of Medicine.
Mit zwei großen Befragungen in den Jahren 1993 und 1995 erhoben die Forscher Daten der Arbeitnehmer dreier großer US-Unternehmen. Dabei stellte sich heraus, dass Menschen mit chronischen Depressionen zwar auch deutlich häufiger fehlten als gesunde Arbeitnehmer, doch sie waren sogar mit siebenfach höherer Wahrscheinlichkeit mit nur verminderter Produktivität am Arbeitsplatz tätig.
Am niedrigsten sei die Produktivität derjenigen Arbeitnehmer gewesen, die Probleme damit gehabt hätten, eine gute medizinische Versorgung zu bekommen, fügte Druss hinzu. Dies unterstütze die Auffassung, dass eine bessere gesundheitliche Versorgung der Depressionspatienten nicht nur zur Verbesserung der Krankheit, sondern auch zu mehr Produktivität am Arbeitsplatz führt.
Quelle:
Erstellt von MedCon aus Am J Psychiatry. 2007 May;164(5):712-9
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Letzte Änderung: 31.01.2008, 17:58 Uhr
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Stand: 31.01.2008, 17:58 Uhr
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