intensive Gemütsbewegung von kurzer Dauer. Erregungszustand mit spezifischer Ablaufsform und besonderen Ausdrucksbewegungen (Hass, Liebe, Wut, Zorn), begleitet von körperlichen Erscheinungen (Puls, Atmung); meist unterschieden von einfachen Gefühlen und objektbezogenen Leidenschaften.
Bezeichnung für die Krankheits- und Lebensgeschichte des Klienten bzw. Patienten. Durch eine Anamnese kann sich der Psychologe bzw. Arzt ein Bild von dem Klienten bzw. Patienten machen, Zusammenhänge erkennen und eine geeignete Therapie einleiten.
eine Gruppe zum Teil vollkommen verschiedener Medikamente, die bei einer Depression helfen. Es gibt eine große Anzahl dieser Medikamente, die vor allem stimmungsaufhellend und antriebsnormalisierend wirken. Antidepressiva sollen das Ungleichgewicht der Überträgerstoffe im Gehirn ausgleichen.
Auf die Psyche wirkendes Medikament zur Behandlung von Depressionen, das unter anderem stimmungsaufhellende und antriebssteigernde Komponenten besitzt.
alle Nervenfasern, die nicht dem Willen untergeordnet sind. Seine Aufgabe ist die Steuerung und Koordination der Funktion aller inneren Organe. Es spielt zudem eine wichtige Rolle bei der Regelung von Blutdruck, Atmung, Herztätigkeit usw. Das autonome Nervensystem wird unterteilt in das sympathische (Steigerung körperlicher Aktivität) und das parasympathische System (Erholung des Organismus, Verdauungstätigkeit).
das zeitversetzte Auftreten von Depressionen und übersteigerter Hochstimmung (Manie).
Die bipolare affektive Störung ist durch depressive und manische Phasen gekennzeichnet. In der Manie dominiert bei den Betroffenen ein übersteigertes und hinsichtlich der eigenen Fähigkeiten unangemessenes Selbstverständnis. Die Krankheitseinsicht und der Wille, sich behandeln zu lassen, sind gering oder fehlen. So können manische Patienten wochenlang die Nächte durcharbeiten, ohne Müdigkeitserscheinungen wahrzunehmen.
Bereitschaft eines Patienten zur Mitarbeit, z. B. zur regelmäßigen Einnahme der verordneten Medikamente oder zur Mitarbeit in der Psychotherapie.
im Körper selbst, von innen kommend.
innerhalb des Organismus entstandene Depression, die aber nicht durch erkennbare körperliche Erkrankungen (exogene D.) oder äußeren seelischen Anlass (psychogene D.) begründbar ist. Symptome: traurige Verstimmung, Gefühl der Hoffnungslosigkeit und inneren Leere, Willens-, Denk- und Antriebshemmung, zum Teil auch vorwiegend körperlich empfunden (als Schwäche oder Herzangst).
depressive Zustände, die durch chronische, stark belastende Umweltreize wie z. B. familiäre oder berufliche Dauerspannungen hervorgerufen werden, häufig in Verbindung mit vermehrten somatischen (körperlichen) Beschwerden. Die depressive Entwicklung geht mit einem Gefühl von Resignation, Ohnmacht und Ausgeliefertsein sowie vegetativen Symptomen einher.
seelische Depression als Begleitsymptom einer hirnorganischen Krankheit: Arteriosklerose, Hirnverletzung, Allgemeinerkrankung.
Übermäßige Sorgen, die sich auf verschiedene Ereignisse oder Tätigkeiten (z. B. Arbeit) beziehen, dauernd vorhanden sind und mindestens sechs Monate anhalten. Sie können kaum kontrolliert oder abgestellt werden.
Schlafstörungen, d.h. Einschlafschwierigkeiten, häufiges Erwachen in der Nacht, Wiedereinschlafschwierigkeiten, zu frühes Erwachen am Morgen, das Gefühl, "nicht richtig tief zu schlafen", unerholsamer und mangelnder Schlaf.
Verhaltenstherapie mit dem Ziel, das gegenwärtige Verhalten des Patienten zu verändern. Dabei sollen Gedanken, die zu negativen Emotionen führen, erkannt und erarbeitet werden. So soll der Patient alternative Einstellungen erlernen, um in Alltagssituationen zurechtzukommen.
eine Depression, die sich hinter der "Maske" körperlicher Beschwerden versteckt. Einige Symptome, die für eine larvierte Depression sprechen, sind: chronische Kopfschmerzen, Herzsymptome, gestörte Verdauung, diffuse Schmerzen im Urogenitaltrakt, Nervenschmerzen, gestörter Schlafrhythmus, Schweißausbrüche etc.
Therapie zur Behandlung der saisonalen Depression (Winterdepression). Das fehlende Licht, die Ursache dieser Depressionsform, wird dem erkrankten Menschen täglich mit Hilfe einer besonders hellen Lampe ersetzt. Die Lichttherapie wirkt bei nicht jahreszeitlicher Depression in der Regel nicht.
Die Manie wird in der Psychiatrie als Gegenpol der Depression angesehen. Sie ist gekennzeichnet durch grundlose Heiterkeit, übertriebene Selbsteinschätzung, Enthemmung, erhöhten Bewegungs- und Rededrang, Ideenflucht und Verschwendungssucht.
Antidepressiva, die das Enzym Monoaminooxidase hemmen und dadurch einen bei Depression bestehenden Mangel an bestimmten Botenstoffen im Gehirn ausgleichen. Man unterscheidet nicht-selektive MAO-Hemmer (etwa Tranylcypromin) und selektive MAO-Hemmer (etwa Moclobemid), die weniger Nebenwirkungen aufweisen.
Botenstoffe bzw. Überträgersubstanzen. Sie ermöglichen oder unterstützen eine Übertragung und/oder Weiterleitung nervöser Erregung im autonomen oder zentralen Nervensystem.
Antidepressiva, die die Wiederaufnahme des wichtige Botenstoffs Noradrenalin hemmen und damit seine Konzentration im Gehirn erhöhen.
Von einer organischen Depression spricht man, wenn eine Erkrankung des Gehirns die Ursache der Depression ist. Solche Erkrankungen sind z. B.: Hirntumore, Morbus Parkinson, Migräne, Epilepsie, Hirnatrophie, Hirnarteriosklerose.
Angstreaktionen, die meist zeitlich begrenzt sind, d.h. sie treten anfallsartig auf und werden als sehr unangenehm erlebt.
Eine Gruppe von Störungen, bei der durch bestimmte, eigentlich ungefährliche Situationen Angst hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen.
Hier tritt die depressive Symptomatik nach einem aktuellen Konflikt oder nach einschneidenden Veränderungen der Lebensverhältnisse auf. Auslösende Ereignisse können z.B. Tod des Ehepartners, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder ein selbst verschuldeter Unfall sein. Sie stellt wahrscheinlich die häufigste Depressionsform in der Allgemeinbevölkerung dar.
wiederkehren, z. B. regelmäßiges Wiederauftreten einer depressiven Episode.
Hier treten die depressiven Symptome regelmäßig im Herbst oder Winter auf und vergehen im Frühjahr oder Frühsommer wieder. Diese Form der Depression dauert also höchstens fünf bis sechs Monate. Im Vordergrund steht das Symptom der verminderten Energie, nicht so sehr die depressive Verstimmung.
Medikamente, die zur emotionalen und motorischen Beruhigung verwendet werden. Sie wirken auf das autonome Nervensystem und das Zwischenhirn, machen müde und wirken allgemein leistungsmindernd. Sedativa sind mit Tranquilizern chemisch verwandt.
Antidepressiva, die die Wiederaufnahme des wichtigen Botenstoffs Serotonin hemmen und damit seine Konzentration im Gehirn erhöhen.
Depressionen, bei denen ein direkter, kausaler Zusammenhang mit einer körperlichen Erkrankung besteht. Sie werden unterteilt in: symptomatische Depressionen, organische Depressionen und pharmakogene Depressionen.
Situationsangst mit nachfolgendem Vermeidungsverhalten, im Volksmund als "krankhafte Schüchternheit" bezeichnet. Bezieht sich stets auf Handlungen, die sich unter den Augen Dritter abspielen, die das Verhalten nicht nur beobachten, sondern möglicherweise auch kritisieren könnten. Schwerpunkt ist die Angst vor Alltäglichkeiten: Partys, Einladungen, Telefonieren, ein Geschäft betreten, in Gegenwart anderer das Wort ergreifen müssen etc.
Selbsttötung.
Hier ist die Depression Symptom einer außerhalb des Gehirns lokalisierten Erkrankung (hormonbedingte Erkrankung, Infektionskrankheit, Herz- und Kreislauferkrankung, Nieren- und Lebererkrankung, Bauchspeicheldrüsenkrebs etc.).
Überträgerstoff der Nervenzellen. Substanz, die durch chemische Reaktion an den Synapsen Informationen speichert oder weiterleitet.
Ereignisse, die außerhalb der normalen Erlebenswelt der meisten Menschen liegen und die man als Betroffener oder als Zeuge erlebt. Dazu gehören Unfälle und Gewalterfahrungen (Überfall, Vergewaltigung, Misshandlung, Entführung, Naturkatastrophen oder Kriegsteilnahme).
Antidepressiva, die über die Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin- und Noradrenalin die Konzentrationen dieser wichtigen Botenstoffe im Gehirn erhöhen, allerdings auch andere Botenstoffe bzw. Rezeptoren beeinflussen.
die häufigste depressive Erkrankung. Unipolar (einpolig) genannt, weil die Patienten nur depressive, aber keine manischen Phasen erleiden. Manche Patienten erleben nur eine einzige depressive Phase, bei den meisten Patienten treten jedoch weitere depressive Phasen auf (wiederkehrende oder rezidivierende Depression).
übermäßig stark ausgeprägte oder sinnlose Sorgen, Zweifel oder abergläubische Überzeugungen mit dem dringenden Bedürfnis, etwas zu tun, um das unangenehme Gefühl zu vermindern (z. B. stundenlanges Händewaschen). Es entsteht der Eindruck, als ob das Gehirn in einem bestimmten Gedanken oder Impuls stecken bleibt und nicht mehr loslassen kann.
Bei der Zyklothymie, dem bipolaren Gegenstück zur Dysthymie, kommt es zu unterschwelligen manischen und depressiven Phasen.
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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