Frankfurt am Main, 08.03.2012
PHILADELPHIA (Biermann) – Depressionen sind bei Diabetikern ein verbreitetes Problem. Sie erschweren es den Betroffenen, die ärztlichen Anweisungen zu befolgen – also regelmäßig den Blutzucker zu messen, sich gesund zu ernähren und die verschriebenen Diabetes-Medikamente einzunehmen.
Diese Patienten können von einer kurzen, die Therapietreue steigernden Intervention profitieren. In einer amerikanischen Studie verbesserten sich bei Patienten, die zugleich an einem Diabetes mellitus Typ 2 und einer Depression erkrankt waren, durch integrative edukative Maßnahmen sowohl die Blutzuckerwerte als auch die Depressionen.
Zusammen mit ihrem Hausarzt und einem speziell ausgebildeten Diabetes-Manager arbeiteten die Patienten heraus, weshalb sie ihre Medikamente nicht zuverlässig genug einnehmen und wie diese Hindernisse überwunden werden könnten. Jeder Patient erhielt von seinem Diabetes-Manager ein individuelles Programm, das ihm dabei half, seine verschriebenen Medikamente regelmäßig zu nehmen.
„Unsere Studie zeigt, dass klinische Programme zur Verbesserung der Therapietreue im Gesundheitssystem eine viel größere Bedeutung bekommen müssten. Insbesondere Patienten mit chronischen körperlichen Erkrankungen und Depressionen könnten von ihnen profitieren“, betonte Studienleiterin Dr. Hillary Bogner von der University of Pennsylvania.
Quelle: Ann Fam Med 2012;10(1):15-22
letzte Änderung 07. Mai 2013, 14:27 Uhr
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Stand: 20-May-2013, 03:25 PM
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