Voraussetzung für einen Therapieerfolg ist die Bereitschaft des Patienten, sich medikamentös helfen zu lassen und der Therapieanweisung des Arztes zu folgen. Eine wichtige Basis hierfür ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen behandelndem Arzt und Betroffenem.
Ziel der Depressionsbehandlung ist eine vollständige Symptomfreiheit, die länger als 16-20 Wochen anhält. Auf diesem Weg durchläuft der Patient verschiedene Behandlungsphasen.
Nach Erstdiagnose einer Depression beginnt die Akutbehandlung, die sich in der Regel über 3-4 Wochen erstreckt und eine Verbesserung der Symptome bewirkt.
Es ist zu bedenken, dass eine depressive Episode ohne eine ausreichend lange und adäquate Behandlung zu einem Rückfall und zur Chronifizierung neigt. Auch nach einer vollständigen Rückbildung der Symptome kann es bei bis zu 75 - 80% der Betroffenen zu einer neuen depressiven Episode kommen. Aus diesem Grund ist eine Erhaltungstherapie sehr wichtig, die nach der Akuttherapie über 6-12 Monate erfolgen sollte.
Die im Anschluss an die Erhaltungstherapie empfohlene Rezidivprophylaxe (Langzeittherapie) muss unter Umständen über einen Zeitraum von mehreren Jahren fortgesetzt werden. Dieses richtet sich nach der Häufigkeit und Schwere der einzelnen Depressions-Episoden.
Quelle: modifiziert nach Kupfer et al., 1992; Laux & Dietmaier (2006)
Praktische Psychopharmakotherapie, Urban & Fischer 5. Aufl. München
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Letzte Änderung: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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Stand: 12.02.2007, 14:00 Uhr
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