Depressionen können organische und anorganische Ursachen haben. Psychosoziale Einflüsse, wie Stress und widrige Lebensumstände, zählen zu den anorganischen Auslösern. Zudem gibt es Krankheiten, wie Diabetes oder Hepatitis C, die eine Depression verursachen können. Diesbezüglich handelt es sich um organische Ursachen. Darüber hinaus unterscheidet man zwischen verschiedenen Schweregraden, die mit einer Depression einhergehen. Allgemein hin gibt es leichte, mittelgradige und schwere Depressionen.

Depressionen äußern sich auf unterschiedliche Weise und nicht immer durch eine negative Verstimmung. Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme oder Leistungsnachlass können ebenfalls Symptome einer Depression sein. Folglich tritt eine Depression nicht in allen Fällen offenkundig zutage, sodass es wichtig ist, sich mit der Symptomatik eingehender zu befassen. Es folgen essenzielle Informationen, die darüber Aufschluss geben, an welchen Merkmalen man eine Depression erkennen kann. Damit einhergehend folgen Erläuterungen in puncto Schweregrad.

Die drei Schweregrade von Depressionen erklärt

Die Wissenschaft kategorisiert Depression, wie bereits erwähnt, in drei Schweregrade. Für die Diagnosefindung gibt es eine Vielzahl an Symptomen, die eintreffen müssen, um den Schweregrad zu bestimmen. Zusätzlich spielt der Zeitraum der Symptome eine wichtige Rolle. Erst wenn bestimmte Symptome über einen bestimmten Zeitraum hinweg bestehen bleiben, kann man von einer Depression sprechen.

In der Medizin gibt es Nebensymptome als auch Hauptsymptome, die einen Indikator darstellen. Anhand der Symptomatik und dem Zeitraum können Spezialisten feststellen, ob eine Depression vorliegt. Hiermit ist es möglich, die Ausprägung bzw. den Schweregrad der Erkrankung zu erfassen. Auf diese Weise können entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.

Haupt- und Nebensymptome bei Depressionen

In erster Instanz geben die Hauptsymptome Klarheit darüber, inwieweit eine depressive Erkrankung vorliegt. Ein erstes Anzeichen für eine Depression kann die Apathie sein. Betroffene fühlen sich antriebslos und verlieren das Interesse am sozialen Umfeld. Sie ziehen sich schrittweise zurück, was wiederum die Depression verschlimmert. Gleichzeitig kann die Resilienz signifikant nachlassen. Menschen mit einer Depression fühlen sich zunehmend mit dem Alltag überfordert. Die Belastungsgrenze wird weit schneller überschritten als vor der Erkrankung. Infolgedessen entgleitet Erkrankten der Alltag aus den Händen. Ein weiteres Hauptsymptom ist die Stimmungslage. Negative Gedanken und eine lang anhaltende Verstimmung sind ein Anzeichen für eine Depression.

Schließlich gibt es Nebensymptome, die oftmals als solche nicht erkannt werden. Leichte Symptome äußern sich auf eine facettenreiche Weise im Alltagsleben und werden nicht selten mit anderen Problemen in Zusammenhang gebracht, nicht aber mit einer Depression. Diesbezüglich kann Appetitlosigkeit bereits ein erstes Anzeichen für eine Depression sein. Des Weiteren kann eine verminderte Aufmerksamkeitsspanne in Relation mit der Erkrankung stehen. Darüber hinaus sind Schlafstörungen nicht selten ein Begleit- bzw. Nebensymptom einer Depression. Erkrankte fühlen sich häufig minderwertig, sodass es an Selbstvertrauen mangelt. Ein mangelndes Selbstwertgefühl ist somit ebenfalls ein Begleitsymptom. Dies hat einen Einfluss auf das Berufs- und Alltagsleben. Im Zuge dessen kann es zu beruflichen Problemen kommen bis hin zur Vereinsamung.

Schließlich gibt es noch Nebensymptome, die in einem konkreteren Maße als Begleiterscheinung einer Depression auftreten. Suizidale Gedanken sind ein klares Indiz dafür, dass eine Depression vorliegt oder in Entwicklung ist. Übertriebene Ängste sind ebenfalls Hinweise darauf, dass eine Krankheit vorliegt. Diesbezüglich kann es sich um Zukunftsängste handeln, die sich auf das berufliche Feld oder auf zwischenmenschliche Beziehung beziehen und mehr.

Hauptsymptome im Blick:

  • Apathie
  • negative Verstimmung
  • Selbstisolation

Nebensymptome im Blick:

  • Schlaflosigkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • nachlassende Konzentration
  • Appetitlosigkeit
  • Zukunftsängste
  • suizidale Gedanken

Leichte Depressionen – Anzeichen und Prävention

Eine leichte Depression liegt vor, wenn sich mindestens zwei Haupt- und Nebensymptome bemerkbar machen. Zusätzlich müssen letztere über einen Zeitraum von zwei Wochen anhalten. Anderenfalls kann es sich um eine kurzzeitig depressive Verstimmung handeln, die durchaus normal sein kann, wie zum Beispiel in der kalten Jahreszeit, aufgrund des Lichtmangels etc. Depressive Verstimmungen unterscheiden sich somit signifikant von einer klinisch diagnostizierten Depressionen.

Negative Verstimmungen, die kurzzeitig anhalten, bedürfen in der Regel keiner Therapie. Sie lassen sich durch selbstinitiierte Maßnahmen beheben. Dies können sportliche Aktivitäten oder das Anpassen der Belastungsgrenze im Berufs- und Alltagsleben sein. Bei einer Depression hingegen braucht es grundsätzlich professionelle Hilfe, weil es nur begrenzt möglich ist, die Symptome auf eigene Faust zu beheben. Folgerichtig ist es wichtig, auch leichte Symptome, die mehr als zwei Wochen andauern, ernstzunehmen.

Mittelgradige Depression – Wissenswertes zur Diagnosefindung

Man spricht von einer mittelgradigen Depression, wenn mindestens zwei Hauptsymptome auftreten. Zusätzlich müssen drei oder vier Nebensymptome vertreten sein, um eine mittelgradige Depression zu diagnostizieren. Dennoch braucht es weitere Anhaltspunkte, jenseits der Unterteilung zwischen Haupt- und Nebensymptomen, um eine finale Diagnose zu stellen. Denn es gibt auch organische Beschwerden, die Symptome hervorrufen können, die Ähnlichkeiten zur Depression haben. Zudem gibt es weitere Fragebögen etc., mit denen Experten arbeiten.

Bei einer mittelgradigen Depression ist der Alltag bereits teilweise eingeschränkt. Bedingt durch die Antriebslosigkeit kann es zu Komplikationen im Berufsleben kommen. Auch in Hinblick auf die Alltagsbewältigung kann es zu Einschränkungen kommen. Dennoch können Betroffene bei einer mittelgradigen Depression bis auf Weiteres den Alltag noch bestreiten, wenn auch mit Einschränkungen. Es kann zu einem teilweisen Rückzug vom sozialen Umfeld kommen. Der Kontakt zur Familie oder zu Freunden wird häufig auf ein Minimum reduziert.

Depressionen schweren Grades – Anzeichen und Auswirkungen

Schwere Depressionen wirken sich umfassend auf das Leben der Betroffenen aus. Sie liegen vor, wenn mindestens drei Hauptsymptome vorhanden sind. Zudem müssen drei bis vier Nebensymptome bemerkbar sein, und zwar – auch bei Hauptsymptomen – über einen Zeitraum von zwei Wochen. Aufgrund der besonders schweren Ausprägung der Krankheit, können erkrankte Personenkreise ihren Alltag in den meisten Fällen nicht mehr selbst bewältigen. Extreme Antriebslosigkeit und übermäßige Gefühlsschwankungen sind nur einige Aspekte, die das Leben erheblich erschweren.

Eine schwere Depression kann mit einer kompletten Selbstisolation einhergehen. Deshalb ist es von elementarer Bedeutung, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Anderenfalls werden sich die Auswirkungen der Krankheit kontinuierlich verschlimmern. Es braucht professionelle Intervenierungsmaßnahmen, um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Zudem gehören Depressionen zu Krankheiten, die heilbar sind. Deshalb stehen die Aussichten gut – auch bei schwerem Krankheitsverlauf – dass eine Heilung und Besserung erzielt wird, sofern man sich in ärztliche Behandlung gibt.

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