Kann man bei Depression zum Neurologen gehen?

Bist du auf der Suche nach einem Neurologen in deiner Nähe, der sich auf die Behandlung von Depressionen spezialisiert hat? Wenn du oder ein Angehöriger unter Depressionen leidet, kann ein Besuch bei einem Neurologen Klarheit schaffen. Depressionen können dein Leben belasten und deinen Stresspegel erhöhen. Doch es gibt Fachärzte, die auf ihre Behandlung spezialisiert sind und dir weiterhelfen können.

Kann Neurologe Depressionen feststellen? Diagnose von Depressionen

Ein Neurologe kann mit seiner Diagnostik die Ursache deiner Depression aufspüren und mögliche gesundheitliche Probleme ausschließen. Da verschiedene Krankheiten die Symptome einer Depression nachahmen, können Neurologen helfen, die Diagnose einer Depression zu bestätigen.

Symptome, die einer Depression ähneln, treten häufig bei erwachsenen Menschen auf, die Probleme mit Drogenmissbrauch, Nebenwirkungen von Medikamenten, medizinische Probleme oder andere psychische Erkrankungen haben.

Nur eine ausgebildete und qualifizierte Fachkraft kann eine Depression diagnostizieren

Es ist wichtig, zu verstehen, dass eine Depression sich in einer Vielzahl verschiedener Warnzeichen äußern kann. Ein Beispiel für diese ersten Warnzeichen sind die folgenden:

  • Gedrückte Stimmung, ständiges Gefühl der Traurigkeit oder Leere
  • Appetitlosigkeit, deutliche Gewichtsabnahme, deutliche Gewichtszunahme
  • Zu viel oder zu wenig Schlaf
  • Schuldgefühle, Stimmungsschwankungen, gereizte Stimmung
  • Müdigkeit oder Schwierigkeiten, Aufgaben zu erledigen
  • Gedanken an Selbstmord oder Tod

Depression & Neurologe: Wie kann ein Neurologe Patienten bei der Behandlung von Depressionen helfen?

Die landläufige Meinung, dass psychische Krankheiten keine neurologische Bedeutung haben, ist völlig falsch. Ob du es glaubst oder nicht, die Neurologie ist eng mit der Psychologie oder der Psychiatrie verwandt, denn alle drei Fachgebiete befassen sich mit den Aspekten des Gehirns.

Depressionen können mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Denn körperliche Erkrankungen des Gehirns rufen manchmal emotionale oder psychologische Reaktionen hervor. Ein Besuch bei einem Neurologen in deiner Nähe kann dir helfen, falls du Schwierigkeiten hast, eine andere Diagnose zu finden.

Depressionen & Neurologe: Kann ein Neurologe Depressionen heilen?

Es gibt zwar keine Heilung für Depressionen, aber sie können behandelt werden. Ein Neurologe kann dir helfen, die Symptome zu lindern, unter denen du vielleicht leidest. Am besten ist es, wenn du mit einem Arzt oder einer dir nahestehenden Person sprichst, um moralische Unterstützung zu bekommen. Außerdem solltest du versuchen, deinen Lebensstil zu ändern, was zu einer umfassenden Linderung beitragen kann. Wenn du neue Aktivitäten ausprobierst, kann sich deine Traurigkeit auflösen und du kannst dich ganz auf dein Glück konzentrieren (1).

Ein Neurologe kann Depressionen also nicht direkt behandeln, aber er kann eine wichtige Rolle bei der Behandlung spielen (2).

Wie kann ein Neurologe Depressionen behandeln?

Ein Neurologe kann helfen, zugrunde liegende neurologische Erkrankungen zu erkennen, die eine Depression verursachen oder verschlimmern können. Er kann auch andere mögliche Ursachen für depressive Symptome ausschließen, wie z. B. eine Schilddrüsenstörung oder einen Vitaminmangel. In manchen Fällen können auch Medikamente zur Behandlung neurologischer Erkrankungen die depressiven Symptome verbessern.

Wenn du unter Depressionen leidest, ist es wichtig, dass du deinen Hausarzt oder eine psychiatrische Fachkraft aufsuchst, um dich untersuchen zu lassen. Wenn der Verdacht besteht, dass deine Depression durch eine neurologische Erkrankung verursacht wird, kann dein Hausarzt dich für weitere Untersuchungen und Behandlungen an einen Neurologen überweisen (2).

Neurologe, Psychiater und Psychotherapeut – worin unterscheiden sie sich?

Von Depressionen betroffene können sich mit Neurologen, aber auch mit Psychotherapeuten und Psychiatern zusammenarbeiten. Was sind die Unterschiede?

Neurologe Ein Neurologe, genau wie ein Psychiater, hat Medizin studiert. Seine Facharztausbildung unterscheidet sich jedoch – er spezialisiert sich auf Neurologie.

Die Neurologie behandelt eher physische Störungen des Nervensystems, wie Alzheimer, Parkinson oder Multiple Sklerose. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Psychiatrie eher auf psychische Krankheiten, wie Depression, Burnout oder Schlafstörungen.

Psychologe: Psychologen sind keine Mediziner, sie haben Psychologie studiert. Sie besitzen keinen Heilberuf, dürfen keine Diagnosen feststellen oder Therapien durchführen – Medikamentengabe ist somit nicht ihr Zuständigkeitsbereich.

Ihr Aufgabenfeld umfasst psychologische Unterstützung – Zufriedenheit und persönliche Entwicklung sind zentrale Anliegen.

Ein Psychologe kann selbstständig arbeiten oder delegiert unter einem verantwortlichen Psychiater. Die delegierte Psychotherapie wird von der Grundversicherung gedeckt, ohne finanzielle Belastung für die Patienten.

Psychotherapeut: Psychotherapeuten sind Psychologen, die eine dreijährige Psychotherapeutenausbildung nach ihrem Psychologiestudium absolviert haben. Ein Psychotherapeut darf psychische Störungen diagnostizieren und sie mit psychotherapeutischen Techniken behandeln.

Medizinische Aufgaben, wie das Verschreiben von Medikamenten oder das Ausstellen von Krankschreibungen, sind allerdings nicht Teil der Aufgaben von Psychotherapeuten.

Alle genannten Berufsgruppen haben in ihrem Arbeitsfeld Überschneidungen und sollten bei der Behandlung von psychologischen und neurologischen Erkrankungen zusammenarbeiten (3).

Quellen:

  1. https://threevillageneurology.com/how-can-a-neurologist-treat-your-depression.html
  2. https://amarhospital.com/depression-treatment/
  3. https://psychiater-winterthur.ch/psychiater/
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